Hier erfolgt eine kurze Erläuterung wichtiger Begriffe und Abkürzungen.
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| Abfall | Jeder Output eines Produktsystems, der entsorgt werden muss. Abfälle stellen per se keine Umweltwirkung dar, können aber (auf der Deponie oder bei sonstiger Entsorgung) Emissionen und somit Umweltwirkungen freisetzen. |
| Allokation | Verfahren bekannt aus der Betriebswirtschaft zur Zuordnung und quantitativen Aufteilung der Input- und Outputflüsse eines Prozesses mit mehreren Produkten auf die einzelnen Produkte. Erforderlich bei Mehrproduktsystemen, um auch zu einzelnen (freigeschnittenen) Produkten Ökobilanzen erstellen zu können. Die Allokation kann erfolgen nach z.B. Masse, Inhaltstoffen, technischen Zusammenhängen oder Preisen. Die Allokation ist eine wichtige Methode um sinnvolle Aussagen aus Prozesskettenanalysen für einzelne Produkte generieren zu können. |
| Anthropogene Einträge |
Vom Menschen verursachte Einträge in die Natur. |
| AP | Siehe Versauerungspotenzial |
| AUB | Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt, Vereinigung von Bauproduktherstellung mit dem Ziel, Umweltinformationen für ihre Produkte als ISO-konforme Umweltdeklaration zur Verfügung zu stellen. |
| Auswertung | Bestandteil einer Ökobilanz, bei dem die Ergebnisse der Sachbilanz und/oder der Wirkungsabschätzung mit dem festgelegten Ziel und Untersuchungsrahmen zusammengeführt werden, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, Optimierungsansätze zu erkennen, Schwachstellen zu identifizieren und Empfehlungen geben zu können. |
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| Benchmarking | Unternehmensinterner oder -übergreifender Vergleich von Kennzahlen mit festgelegten Richtwerten oder Zielgrößen (oft innerhalb der Branche) als Instrument zur Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen und -zielen, um die eigene Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Life Cycle Engineering (siehe LCE) ist bestens geeignet um Benchmarks effektiv, adäquat und zielgerichtet durchzuführen. |
| Betriebliche Umweltbilanz | Zusammenfassende Bilanzierung der in ein Unternehmen ein- und ausgehenden Stoff- und Energieströme über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel ein Jahr). Den eingehenden Strömen (Input) an Material, Energie und Wasser werden die ausgehenden Ströme (Output) wie Produkte, Abfall, Abluft, Abwasser und Energieabgabe gegenübergestellt. Kann als Teilaspekt einer Lebenszyklus-Umweltbilanz verstanden werden, berücksichtigt jedoch alle im Betrieb produzierten Produkte. |
| Biochemischer Sauerstoffbedarf BSB |
Kenngröße für die Belastung des Abwassers mit biologisch abbaubaren organischen Substanzen. Der BSB-Wert gibt die benötigte Menge an Sauerstoff an, die von Mikroorganismen zum Abbau der organischen Substanzen verbraucht wird. |
| Biokraftstoffe | Kraftstoffe, erzeugt aus Biomasse wie z.B. Holz, Stroh und Ethanol aus Pflanzen. |
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| CEN | Europäische Standardisierungsorganisation, vergleichbar zu ISO (international) und DIN (national) |
| Charakterisierung | Zweites Element innerhalb der Wirkungsabschätzung im Anschluss an die Klassifizierung. Man versteht darunter die Modellierung der Sachbilanzdaten innerhalb der Wirkungskategorien. |
| Chemischer Sauerstoffbedarf CSB |
Kenngröße für die Gesamtbelastung des Abwassers mit organischen Stoffen. Der CSB-Wert gibt die benötigte Menge an Sauerstoff an, die für den chemischen Abbau dieser Stoffe nötig ist (Oxidation). |
| CO2-Äquivalent | Bezeichnung für die Wirkung einer für den Treibhauseffekt relevanten (Gas-) Emission, zur äquivalenten Wirkung einer Menge CO2. Andere Gase als CO2 (z. B. CH4, CO) werden so auf CO2 umgerechnet (Äquivalenzfaktoren). |
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| Design for Environment DfE |
Berücksichtigung von ökologischen Lebenszyklus-Aspekten eines Produkts in der Entwicklungsphase. Die Erkenntnisse fließen direkt in das Produktdesign ein und sollen so zu einer umweltgerechteren Produktgestaltung führen. Life Cycle Engineering oder Life Cycle Assessment wird häufig als Basis und Informationslieferant für DfE herangezogen. |
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| Eco Management and Audit Scheme EMAS |
dt.: Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (in Deutschland oft kurz als "öko-Audit-Verordnung" bezeichnet, ist ein System zum Umweltmanagement und für die Betriebsprüfung. Als umweltpolitisches Instrument setzt EMAS auf die freiwillige Teilnahme von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und anderen Organisationen an einem einheitlichen System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung. EMAS hilft dabei, den betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. Zugelassene Umweltgutachter überprüfen die korrekte Umsetzung von EMAS und ermöglichen damit den Anwendern, ein einheitliches EMAS-Logo zu nutzen. |
| Eco-Indicator 95 | Methode aus den Niederlanden zur Wirkungsabschätzung. Für die Bestimmung der Faktoren wird der so genannte "Distance-to-target" Ansatz verwendet. Die zugrunde liegende Annahme ist, dass es eine Wechselbeziehung zwischen der Bedeutung eines Umwelteffektes und dem Abstand zwischen dem gegenwärtigen Niveau und dem Zielniveau gibt. Wenn also eine bestimmte Auswirkung auf die Umwelt im Zukunft um 20 % verringert werden muss und eine andere um 10 %, dann wird die erste als doppelt so schädigend angesehen. |
| Eco-Indicator 99 | Wurde in den Niederlanden für DesignerInnen und ProduktmanagerInnen entwickelt. Schadstoffemissionen werden Wirkungskategorien (Midpoints) zugewiesen und mittels Division durch nationale Gesamtwirkungspotenziale normiert. Die Umwelteffekte werden sog. Schadenskategorien (Endpoints) (Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, Qualität des ökosystems, fossile und mineralische Ressourcen) zugeordnet. |
| Emissionen | von industriellen Anlagen, Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, Haushaltsheizungen oder bei sonstigen technischen Vorgängen in die Umwelt abgegebene feste, flüssige und gasförmige Stoffe oder Verbindungen sowie Geräusche, Strahlen, Wärme, Erschütterungen und ähnliche Erscheinungen. |
| End-of-pipe Umweltschutz | nachsorgender Umweltschutz, d. h. die Umweltschutz Maßnahmen werden erst nach dem Auftreten eines umweltrelevanten Intervention ergriffen. |
| Energieinhalt | ist die Menge nutzbarer Energie, die durch Umwandlung von Energieträgern (Kohle, Erdöl, Holz etc.) gewonnen werden kann. |
| Environmental Priority Strategies EPS |
Das in Schweden für den Produktentwicklungsprozess entwickelte EPS-Modell erfasst die Auswirkungen auf die Schutzgüter "Menschliche Gesundheit", "Biodiversität", "Produktionskapazität des ökosystems", "abiotische Ressourcen" und "ästhetische Werte". Es drückt diese als monetarisierte Werte von Marktpreisen, der Zahlungsbereitschaft (willingness to pay) (z.B. für die Erhaltung von Arten oder Naturräumen), sowie der Kosten für eine nachhaltige Nutzung von Energie und Ressourcen aus. |
| Environmental Products Declaration EPD |
Siehe Umweltdeklaration, auch Bezeichnung des schwedischen Schemas für Umweltdeklarationen. |
| Enneuerbare Energie | Energie aus unerschöpflichen Quellen, z.B. Wind-, Solar- und Geothermische Energie, und Biokraftstoffe. |
| Eutrophierung | Als Eutrophierung wird der Vorgang bezeichnet, bei dem an einem Standort eine Nahrungs- und Nährstoffanreicherung erfolgt. Dieser Begriff wird für den Vorgang der überdüngung durch natürliche und anthropogen bedingte Anreicherung und die dadurch auftretende Störung des biologischen Gleichgewichtes verwandt. Man unterscheidet hierbei zwischen aquatischer und terrestrischer Eutrophierung in Abhängigkeit davon, ob der Schadstoffeintrag in Gewässer oder in Form luftgetragener Emissionen in Böden erfolgt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird als Eutrophierung nur eine Überdüngung von Oberflächengewässern und Meeren verstanden. In der Natur läuft dieser Prozess zum Beispiel während des langsamen Alterns von Seen ab, aber er kann durch aus der Landwirtschaft stammendes abfließendes Wasser (Einträge von Stickstoff (N) und Phosphor (P)) und durch Einleitung häuslicher und industrieller Abwässer beschleunigt werden. |
| Eutrophierungspotential EP |
auch überdüngungspotential. Die Bezugsgröße für das Eutrophierungspotenzial ist Phosphat (PO4 3-) mit einem EP von 1,0 in kg PO4- äquivalent. Andere eutrophierende Emissionen werden auf die wirkungsäquivalente Phosphatmenge bezogen. |
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| Flüchtige organische Verbindungen VOC |
Flüchtige Kohlenwasserstoffe (engl. volatile organic compound) In der Atmosphäre verbleibende niedermolekulare organische Verbindungen (z. B. Methan oder Alkohole), die zur photochemischen Bildung von bodennahem Ozon beitragen. Sie spielen bei der Bildung von Sommersmog eine wesentliche Rolle. |
| Front-of-pipe Umweltschutz | vorbeugender Umweltschutz, d. h. es wird versucht, ökologisch nachteilige Substanzen und Interventionen erst gar nicht auftreten zu lassen bzw. die Produkte schon im Vorfeld umweltfreundlich zu gestalten |
| Funktionelle Einheit | Quantifizierter Nutzen eines Produktsystems als Vergleichseinheit in einer ökobilanz. Auf die Funktionelle Einheit werden alle Daten einer ökobilanz bezogen. |
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| Gewichtung | Die Gewichtung der einzelnen Umwelttwirkungen untereinander ist ein Aspekt der ökologischen Bewertung im Rahmen von Life Cycle Engineering und Life Cycle Assessment, falls die unterschiedlichen Umweltwirkungen auf eine gemeinsame Kennzahl verdichtet werden sollen. Dieser Teil der Bewertung ist nicht naturwissenschaftlich begründbar. Es erfordert daher einen sorgsamen Umgang mit wertgetragenen Entscheidungen und Wertesystemen. Grundlage einer solchen Gewichtung können unterschiedliche Wertesysteme sein, die politisch oder gesellschaftlich gewonnen werden können, oder einer Unternehmenspolitik entsprechen. Durch eine Gewichtung erhält man keine neuen Erkenntnisse, sondern verdichtet lediglich Informationen. In der Praxis der industriellen Produktentwicklung und -optimierung wird daher oftmals auf eine explizite Gewichtung verzichtet. |
| Grünbücher | die von der Europäischen Kommission veröffentlichten Grünbucher sollen in Europa eine Grundsatzdiskussion über politische Ziele in Gang setzen. |
| GWP | Siehe Treibhauspotenzial |
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| IMPACT 2002+ | Methode der Wirkungsabschätzung, die einen kombinierten "Midpoint-/Damage" Ansatz vorschlägt und alle elementaren Sachbilanzdaten über 14 Midpointkategorien auf vier Schadens-Kategorien abbildet. |
| Input | Stoffe oder Energien, die einem Prozess oder einem System zugeführt werden. Ein Stoff kann sowohl Rohstoff als auch Produkt sein. |
| Input/Output-Analyse I/O Analyse |
Betrachtet die über die definierten Systemgrenzen gehenden Flüsse, welche physisch oder monetär sein können. Wird zur Analyse von Zuständen und deren Veränderung in Produktionssystemen verwendet. |
| Integrierte Produktpolitik IPP |
IPP zielt auf die Verbesserung der ökologischen Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen entlang des gesamten Lebensweges ab. Sie fördert Innovationen und die Kooperation verschiedener Interessensgruppen. Life Cycle Assessment wird von der EC als geeignetes Instrument zur effektiven Lösung von Aufgaben innerhalb IPP angesehen. |
| Internationale Organisation für Standardisierung ISO |
Ist die internationale Dachorganisation der nationalen Normungseinrichtungen aus 140 Ländern. Deutschland ist in der ISO durch das Deutsche Institut für Normung DIN repräsentiert. Die ISO bietet das weitverbreitetste Qualitätsmanagementmodell an und damit auch eine weltweit akzeptierte Definition von Qualität. |
| ISO 14000 | Die Internationale Organisation für Standardisierung (ISO) hat im TC 207 (Technical Commitee) unter den auf 14000 folgenden Ziffern eine Serie von Normen für Umweltmanagement (u.a. zu Umweltmanagementsystemen, LCA und Umweltkennzahlen) und damit zusammenhängende Methoden erstellt. ISO-Normen generell dienen dem grenzüberschreitenden Handel mit Gütern und Dienstleistungen, indem sie unabhängig überprüfte Standards der beteiligten Vertragspartner offen legen. ISO 14001 ist beispielsweise eine internationale Norm zur Implementierung eines systematischen Umweltmanagements. |
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| Klassifizierung | Element innerhalb einer Sachbilanz. Bei dem Sachbilanzdaten den verschiedenen Wirkkategorien zugeordnet werden. |
| Kosten-Nutzen-Analyse KNA |
Im englischsprachigen Raum ist die Methode als Cost-Benefit-Analysis verbreitet. Ziel ist die ökonomische Bewertung von Vorhaben für eine Entscheidungsfindung. Es sollen dabei diejenigen Projekte ausgewählt werden, die für die verfolgten Ziele am effektivsten sind. |
| Kritische Prüfung | Ist insbesondere bei ökobilanzen mit vergleichenden Aussagen (z.B. Produktvergleich) erforderlich, die der öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Muss von unabhängigen internen oder externen Sachverständigen vorgenommen werden. |
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| Lebensweg Lebenszyklus |
bezeichnet ein Konzept bei LCA und Stoffstromanalyse, das für Produkte oder Dienstleistungen alle Umwelteffekte von der "Wiege" (Rohstoff- oder Primärenergiegewinnung) bis zur "Bahre" (Entsorgung oder Recycling) ermittelt, inkl. der aus der Herstellung notwendiger Materialien, Transporten und der Nutzungsphase stammenden Umwelteffekten. Die Verknüpfungen aller Module/Prozesse, die einen Lebensweg bilden, wird als Prozessketten bezeichnet. |
| Life Cycle Assessment LCA |
Life Cycle Assessment; im deutschen Sprachraum Lebensweganalyse oder Lebenswegbewertung oder allgemein ökobilanz. Erlaubt, die Lebenszyklen von Produkten und Dienstleistungen auf ihre ökologischen Auswirkungen hin zu untersuchen und transparent darzustellen. LCA ist die Zusammenstellung der Stoff- und Energieflüsse, die für ein Produkt entlang seines gesamten Lebensweges verursacht werden (Sachbilanz, Life Cycle Inventory (LCI)); Zusammenführung der Belastungen nach Wirkungen (Wirkungsanalyse, Life Cycle Impact Assessment (LCIA)) und Bewertung mit unterschiedlicher Aggregierung. Standardisierte Vorgehensweise nach ISO 14040 ff. |
| Life Cycle Costing LCC |
Methode zur Bestimmung der Lebenszykluskosten eines Produktes. LCC umfasst alle "Lebensphasen" (Herstellung, Nutzung, Unterhalt, Reparatur und Entsorgung).LCC ist neben LCA ein Teilbereich innerhalb des Life Cycle Engineering (siehe auch LCE). |
| Life Cycle Engineering | Um die Aspekte Technik und Kosten erweiterte LCA. Dies ermöglicht die Untersuchung und Entscheidungsunterstützung bei der Entwicklung und Optimierung von Produkten, Prozessen und Verfahren im Hinblick auf technische, wirtschaftliche und umweltbezogene Entscheidungsfaktoren. |
| Life Cycle Impact Assessment LCIA |
Phase einer LCA, die die Sachbilanzdaten zu ökologische Wirkungen aggregiert. |
| Life Cycle Management | beschreibt den Prozess der Integration des Lebenszyklusgedankens in Managementsysteme |
| Life Cycle Risiko Management | zeigt Umweltrisiken auf und ist in das betriebswirtschaftliche Risiko-Management integriert. |
| Life Cycle Inventory | ist die englische Bezeichnung für Sachbilanz |
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| Managementsystem | System zur Unterstützung betrieblicher Abläufe |
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| Nachhaltige Entwicklung | Anwendung des unter Nachhaltigkeit beschrieben Prinzips auf die (wirtschaftliche) Entwicklung der Menschheit. |
| Nachhaltigkeit | Durch langfristig orientiertes Denken und Handeln im Sinne einer intergenerativen Gerechtigkeit Einklang zwischen menschlichen Bedürfnissen und natürlichen Ressourcen zu erreichen, d. h. jeweils den Bedürfnissen der Gegenwart Rechnung tragen, ohne die Entwicklungsmöglichkeiten der kommenden Generationen zu gefährden. Meist wird die Nachhaltigkeit auf die Säulen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gestützt. |
| Naturraumbeanspruchung | Wirkungskategorie zur Bewertung von Größe, Zeitraum, Qualität und Veränderung der in Anspruch genommenen Flächen. |
| Non Methane Volatile Organic Compounds NMVOC |
sind flüchtige Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe |
| Normalisierung | Die Ergebnisse der Sachbilanz oder der Wirkungsabschätzung können in verschiedenen Einheiten und vor allem in stark unterschiedlichen Größenordnungen vorliegen. Um die Relevanz der einzelnen Beiträge zu einem Umweltproblemfeld darstellen und ermitteln zu können und um die differierenden Einheiten der Wirkungsabschätzung zu einander in Beziehung setzten zu können, ist eine Normalisierung sinnvoll. Die Normalisierung verdeutlicht den Anteil einer Umweltwirkung (GWP, ODP, AP,?.) der durch einen Prozess, Produkt oder Lebenszyklus in Bezug auf einen Gesamtbetrag einer übergeordneten Bezugseinheit (Land, Kontinent, Welt) verursacht wird. Die Normalisierung ist ein wichtiger Schritt ohne den eine Gewichtung unterschiedlicher Umweltwirkungen (aufgrund der verschieden Bezugsgrößen und Einheiten) keinen Sinn macht. |
| Nutriphication Potential NP |
Siehe Eutrophierungspotenzial (EP) |
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| ökodesign | |
| siehe Design for Environment | |
| ökoeffizienz | Verhältnis von Umweltwirkungen zu Kosten entlang des Lebensweges eines Produktes. Die ökoeffizienz-Analyse betrachtet den gesamten Lebensweg eines Produktes "von der Wiege bis zur Bahre", beginnend mit der Entnahme der Rohstoffe bis zur Verwertung oder Entsorgung nach dem Gebrauch. Das Instrument erlaubt es, bei Entwicklung und Optimierung von Produkten und Verfahren ökonomie und ökologie gemeinsam zu betrachten und unter verschiedenen Alternativen die ökoeffizienteste auszuwählen. Das Ziel con ökoeffizienz-Analysen ist es, eine möglichst hohe Umweltleistung pro Konsumeinheit zu erzielen. |
| ökolabel | kennzeichnen umweltfreundliche Produkte (oder Dienstleistungen). Sie sollen z.B. beim Einkauf als Orientierungshilfe dienen (oft auch Umweltzeichen genannt, z. B. Blauer Engel) |
| Output | Stoff oder Energie, der/die von einem Prozess oder einem System abgegeben wird. Kann sowohl Produkt, als auch Schadstoff, Emission oder Abfall sein. |
| Ozonabbaupotenzial ODP |
Ozone Depletion Potential in kg R11-äquivalent, Stratosphärischer Ozonabbau, Beitrag der Emissionen zum Ozonabbau. Ozon bildet in der Stratosphäre eine Schicht (Ozonschicht), die Pflanzen und Tiere vor einem Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne schätzt. Die Ozonmenge ist bedingt durch CFCs und halogenierte Kohlenwasserstoffe, die in die Atmosphäre abgegeben wurden, zurückgegangen. Ein Abbau der Ozonschicht wird die UV-Strahlung auf der Erdoberfläche erhöhen. |
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| Photochemisches Oxidantienbildungspotential POCP |
Photochemisches Oxidantienbildungspotential in kg C2H4- äquivalent, auch Sommersmog, Ozonbildungspotenzial, bodennahe Ozonbildung (engl. Photochemical Ozone Creation Potential). Ozonbildungspotenzial ist das massebezogenes äquivalent der Bildung von bodennahem (troposphärischen) Ozon durch Vorläufersubstanzen, die für die bodennahe O3- Bildung verantwortlich sind und so zum Sommersmog beitragen |
| Primärenergie | ist der Energieinhalt der Energieträger in ihrer Ursprungsform. Die durch die Gewinnung, Umwandlung und Bereitstellung der Nutzenergie notwendigen Aufwände werden in ökobilanzen auf die dafür notwendige Menge an Primärenergieträgern zurückgerechnet. Beispiele hierzu sind Erdöl, Erdgas, Kohle, Wasserkraft, Windkraft und Uran. |
| Problemorientierter Charakterisierungsansatz (CML 2001) |
Etablierte Methode der Wirkungsabschätzung, die eine Liste an Wirkungskategorien beschreibt, die u.a. von der SETAC Europe Arbeitgruppe "Impact Assessment" erarbeitet wurde. Die Wirkungen fokussieren auf die so genannten "Midpoints" der "Ursache-Wirkungs-Kette" |
| Produktdeklarationen | siehe ökolabel |
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| Quelle | Alle Prozesse oder Aktivitäten, die Treibhausgase in die Atmosphäre freisetzen. |
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| Recycling | Rückfluss von wieder verwertbaren Produkten, Energien oder Stoffen in die Produktion derselben, ähnlicher oder anderer Produkte. |
| Recycling - Closed loop | Rückfluss von wieder verwertbaren Produkten, Energien oder Stoffen in die Produktion derselben Produkte. |
| Recycling - Open loop | Rückfluss von wieder verwertbaren Produkten, Energien oder Stoffen in die Produktion ähnlicher oder anderer Produkte. |
| Ressource | In der Natur für die Nutzung verfügbarer Stoff oder Organismus wie z.B. Erze, fossile Energieträger aber auch Luft, Wasser und Biomasse. |
| Rohstoffgewinnung | Aktivitäten, die im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Rohstoffen stehen. Dazu gehören Erforschung (z. B. Erdölsuche) und Entnahme (z. B. Kohle und Erzabbau). Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zählen Anbau und Ernte dazu. |
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| Sachbilanz | ist der Teil einer ökobilanz, in dem die Grundinformationen zum Lebensweg des zu analysierenden Produkts (oder der Dienstleistung) enthalten sind, d.h. die eingesetzten Energie- und Materialmengen, technischen Kenngrößen (z.B. Lebensdauern, Nutzungsgrade), die jeweils entstehenden Emissionen, Reststoffe usw. sowie die zugehörigen Systemgrenzen und Allokation. Siehe auch Life Cycle Inventory |
| Senke | Ort, an dem Kohlenstoff gespeichert wird, meist verwendet für Wälder und CO2-Untergrund-/CO2-Tiefseereservoirs. |
| SO2-äquivalent | ist der quantitative Ausdruck des Versauerungspotenzials, ausgedrückt in wirkungsäquivalenten Menge SO2. In das Versauerungspotenzial gehen so z.B. neben SO2 auch die Luftschadstoffe NOx, HCl, HF, NH3 und H2S mit ihrer auf SO2 bezogenen Wirkung ein. |
| Stoffstrom-Management | die Energie- und Stoffströme innerhalb der Standortgrenzen eines Unternehmens werden systematisch erfasst, analysiert und optimiert. |
| Systemgrenze | Schnittstelle zwischen einem Produktsystem und seiner Umwelt oder anderen Produktsystemen. Die Systemgrenze legt die Tiefe einer Untersuchung fest; z.B. durch Angabe von einzubeziehenden Phasen und Modulen, Indikatoren einer Sachbilanz, die außer acht gelassen werden können, oder Umwelteinflüssen, die im Rahmen einer Wirkungsbilanz berücksichtigt werden sollen. |
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| Toxizität | Die Toxizität ist eine aus dem griechischen abgeleitete Bezeichnung für die Giftigkeit von Stoffen. Die Toxizität eines Stoffes hängt von verschiedenen, oft sehr kleinräumigen Parametern ab. In der LCA wird die die potentielle Toxizität von Stoffen aufgrund der chemischen Beschaffenheit, des ursprünglichen Emissionsortes und dessen Verhalten bzw. Verbleib nach Entlassung in die Umwelt charakterisiert. Das heißt es werden potentielle Beiträge zu tatsächlich eintretenden toxischen Belastungen ermittelt. |
| Treibhauseffekt | Die von der Sonne auf die Erdoberfläche abgestrahlte Energie wird zum Teil reflektiert, zum Teil absorbiert. Der absorbierte Anteil führt zur Erwärmung von Boden, Wasser und Luft. Relativ kurzwellige UV/VIS-Strahlung trifft auf den Boden auf und wird, zu größeren Wellenlängen hin verschoben, als Wärmestrahlung (IR-Wellenlängenbereich) in die Atmosphäre abgestrahlt. Bestimmte Spurengase der Erdatmosphäre tragen nun dazu bei, die Troposphäre aufzuheizen, indem sie die einfallende Sonnenstrahlung nahezu ungehindert durchlassen, aber einen großen Teil der von der Erde wieder ausgesandten Infrarotstrahlung absorbieren und so die Wärme nicht wieder in den Weltraum abgestrahlt werden kann (analog Gewächshaus [Treibhaus], Wintergarten). Damit findet eine zusätzliche Wärmespeicherung in der Atmosphäre statt. Beispiele für solche klimarelevanten Spurengase sind Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2). Zur Zeit beträgt die Durchschnittstemperatur auf der Erde ca. +15°C. Ohne den bereits von FOURIER und ARRHENIUS beschriebenen "natürlichen Treibhauseffekt" läge diese durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche um 33K niedriger; bei ca. -18°C. Kein Lebewesen wäre dann überlebensfähig. Der Wasserdampf in der Troposphäre hat den größten Anteil am natürlichen Treibhauseffekt. Von den genannten 33°C Temperaturdifferenz rechnet man dem Wasserdampf etwa 21°C und dem Kohlendioxid etwa 7°C zu. Durch die aufgrund menschlicher Aktivitäten freigesetzten so genannten anthropogenen Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan, FCKW's usw. findet Konzentrationszunahme der treibhausrelevanten Spurenemissionen statt. Diese verursachen einen zusätzlichen Treibhauseffekt. |
| Treibhausgase | Gase mit starken Absorptionsbanden im Infrarot (IR) - Licht - Bereich, Beispiele sind Wasserdampf und Kohlendioxid. |
| Treibhauspotenzial GWP |
ist das massebezogene äquivalent der Treibhauswirkung von Treibhausgasen bezogen auf das CO2 - daher wird es in CO2-äquivalenten angegeben. Das Treibhauspotenzial ist aufgrund der Wirkungscharakteristik von Treibhausgasen und deren unterschiedlichen atmosphärischen Verweildauern ein zeitliches Integral über einen bestimmten Zeitraum. üblich sind Angaben für 100 Jahre. Wichtige Treibhausgase sind CO2, CH4 und N2O sowie SF6, PFC und HFC. |
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| Umweltbelastungspunkte (UBP) |
Methode der Wirkungsabschätzung zur Charakterisierung von Emissionen. Die Methode errechnet die durch Emissionen bis zum gesetzlichen Grenzwert belastete Menge an Luft und Wasser. Entsprechende Grenzwerte für die Belastbarkeit der Schweiz wurden anhand gültiger gesetzlicher Umweltvorschriften ermittelt. |
| Umweltberichterstattung | Die regelmäßige Erstellung und Veröffentlichung von - freiwilligen - Umweltberichten oder Umwelterklärungen durch Unternehmen. |
| Umweltdeklaration | Systematische Darstellung von ökobilanzierten Umweltkennzahlen innerhalb eines definierten Rahmens. ISO/TR 14025 regelt die Anforderungen an ein Umweltdeklarationssystem (ISO Typ III). Umweltdeklarationen eignen sich in besonderem Maße für Halbfertigprodukte, die in unterschiedlichen Produktsystemen eingesetzt werden und für die daher ein Teil des Lebenszyklus noch nicht feststeht. Für Bauprodukte existiert in Deutschland das AUB-Schema als ISO Typ III Umweltdeklaration. |
| Umweltindikatoren | Umweltindikatoren sind Kenngrößen, mit denen die Umweltbelastung in einem Umweltproblemfeld quantitativ beschrieben wird. Umweltindikatoren können sehr leicht aus LCA und LCE für beliebige Prozesse und Teillebensabschnitte gewonnen werden. |
| Umweltkennzahlen | Absolute und relative Zahlen, die über einen umweltbezogenen Sachverhalt informieren. Die Kennzahlen beschreiben entweder einen Teilaspekt des Systems oder sind repräsentativ für den Gesamtzustand. Für Systemvergleiche (Benchmarking) sind relative Zahlen mit geeigneten Bezugsgrößen notwendig. Aus einer LCA lassen sich leicht Umweltkennzahlen ableiten. |
| Umweltmanagement | ist das systematische Erfassen, Bewerten und Optimieren der Umweltauswirkungen von Tätigkeiten, Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens, öffentlichen Einrichtung oder anderen Organisation. Mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS und der Normenfamilie ISO existieren Vorgaben, um Elemente des betrieblichen Umweltmanagements effizient, transparent, überprüfbar und damit kommunizierbar zu gestalten. |
| Umweltmanagementsystem UMS |
regelt die Planung, Umsetzung und Kontrolle des Umweltschutzes im Unternehmen. Ziel eines UMS ist die ständige Verbesserung der Umweltleistung einer Organisation. |
| Umwelt-Risiko-Management: | siehe Life-Cycle-Risk-Management |
| Umweltverträäglichkeits-prüfung | Der Prozess, in dem Belastungen, die in einer Bestandsaufnahme identifiziert wurden, bewertet werden, so dass eine Gesamt-Umweltwirkung ermittelt werden kann. |
| Umweltwirkung | Jede Veränderung der Umwelt, ob nachteilig oder günstig, ganz oder teilweise resultierend aus den Aktivitäten, Produkten oder Dienstleistungen einer Organisation. |
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| Versauerungspotenzial AP |
beschreibt die Wirkung versauernder Emissionen, ausgedrückt in massebezogenen SO2 äquivalenten. Referenzstoff für die Bildung des Versauerungspotenzials ist SO2 (Schwefeldioxid) mit AP=1,0 auf das die Wirkung der anderen versauernd wirkenden Emissionen (wie z.B. NOx, H2S) bezogen wird. |
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| Weiterverwendung | Einsatz eines Produktes ohne Formänderung in einem anderen Produktsystem (z.B. Bahnschwellen im Landschaftsbau). |
| Weiterverwertung | Verwertung eines Produktes in einem anderen Produktsystem (z.B. Altglas zu Glaswolle). |
| Wiederverwendung | Erneuter Einsatz eines Produktes in einem weiteren Lebenszyklus der selben Dienstleistung ohne Formänderung (z.B. Lichtmaschine). |
| Wiederverwertung | Wie Wiederverwendung, jedoch mit erneuter Formgebung (z.B. Recyclingpapier). |
| "Wiege bis Bahre" | Siehe Lebenszyklus |
| Wirkungsabschätzung | Die Ergebnisse aus der Sachbilanz werden in ihrer Wirkung auf die Umwelt beurteilt. Siehe auch LCIA |
| Wirkungskategorie | Gruppe von ökologisch relevanten Lebenszyklusauswirkungen, die die Sachbilanzdaten auf spezifische Indikatoren oder Endpunkte zusammenfassen und darstellen. Diese Auswirkungen haben Einfluss auf z.B. die globale Erwärmung, der Versauerung und der menschlichen Gesundheit und werden Wirkungskategorien genannt. |
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| Ziel- und Untersuchungsrahmen |
Erster Schritt einer ökobilanz, bei dem die Gründe der Studie und wichtige Festlegungen für Sachbilanz und Wirkungsabschätzung beschrieben werden. |
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